Modellserienübersicht inkl. Preisen
VRSCA · Alle Mj.: VRSC · 2003: VRSC, alle
Interessieren könnte dich auch...
2002 VRSCA · 2002 VRSCA Custom · 2003 VRSCA SE · 2005 VRSCR · 2006 VRSCR (1) · 2007 VRSCDX · Desktop-Hintergründe · Reifentest VRSC-Modelle · Revolution Motor · Street Rod Testfahrt (1) · V-Rod Hockenheimring (1)
Fakten und Besonderheiten
Revolution-Motor, 1.130 cm³ V2 60°, 86 kW (117 PS) bei 8.300 U/min, 105 Nm bei 6.600 U/min, 285 kg Leergewicht, 220 km/h, Elektronische Benzineinspritzung, Wasserkühlung, Beschl. 0-100: 3,5s, Verbrauch 6,8l / 100 km, veränderte Auspuffanlage, CPO-Heckumbau.
Bilder/Sounds
Alle Drehzahlen
Im Vorbeifahren
Im Vorbeifahren
ie V-Rod verbindet das Klassische mit der Moderne. Wer einmal genau hinsieht, wird große Parallelen zur Softail Deuce feststellen. Da sind zum einen die lang gestreckte Bauform, die breite Gabel, das ähnliche Heck. Zum anderen der lang gestreckte Tank bzw. die Tankattrappe, die ähnliche Bauart der Endtöpfe, der tief laufende Sattel und nicht zuletzt auch das Scheibenrad hinten. Wenn man so will, ist die VRSCA trotz ihres futuristischen Designs also vielleicht mehr eine neue Interpretation des bisher erschaffenen. Und zwar eine besonders gute. Wie sonst erklärt es sich, dass diese Harley - mehr als alle anderen - die Leute in ihren Bann zieht.

Es ist nicht nur der leistungsstarke und außerordentlich gut klingende Motor, der diese Maschine so einzigartig macht. Vor allem auch das Fahrwerk vermag zu überzeugen. Vor dem V-Rod-Fahrer steht ein handliches Bike mit einem tiefen Schwerpunkt, hervorragendem Geradeauslauf selbst bei höchsten Geschwindigkeiten und einer vergleichsweise großen Schräglagenfreiheit. Harley-Davidson verbindet die gummigelagerte Motoraufhängung aus den Dyna-Modellen mit einer Ausgleichwelle, die man von den Softails her kennt. Auch sonst scheinen hier die besten Dinge der beiden Modellreihen verschmolzen zu sein.

Dadurch ist die V-Rod einzigartig, anders. Man muss sich erst an den äußerst sanft und kultiviert laufenden Motor gewöhnen. Statt den Twin Cams oder gar den Evolutions, die viel Getöse um ihre Arbeit entwickeln, verrichtet der Revolution einfach sein gewaltiges Werk ohne dabei charakterlos zu wirken. Tatsächlich schlägt er bei niedrigen Drehzahlen in den Rahmen und entwickelt ab 6.000 U/min feine Vibrationen.

Ich weiß nicht, was mir genau in den letzten 1.150 km (Stand: 25.3.2003) am meisten Spaß gemacht hat. Waren es eher die vielen Schwarzwaldkurven oder doch die schnellen Autobahnpassagen? Auf jeden Fall geht beides - und beides ist kompromisslos schön zu fahren. Ich für meinen Teil bereue jedenfalls weder die letzten zwei Twin Cam-Dyna-Jahre, noch den Umstieg. Im Gegenteil.

Die Maschine wurde am 24. Mai 2003 in einem unverschuldeten Verkehrsunfall zerstört (bei etwa 6.200 km) und am 16. Februar 2004 durch eine 2003 V-Rod in schwarz-gold-silber ersetzt.

Seitenlayout und Texte (c) 2001-2017 Falk W. Müller
Impressum, Rechtliche Hinweise, Quellenverzeichnis der Bilder und Rechteinhaber