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2001 XL 53 C · 2002 XL 883 R · Evolution 883/1200 (ab 2004)
Fakten und Besonderheiten
Evolution, 883 cm³, 39 kW (53 PS) bei 6.000 U/min, 67 Nm bei 4.400 U/min, 1 Keihin 40mm Vergaser, je nach Motorrad ~4,6l / 100 km Verbrauch; entweder silbern beschichtet oder mattschwarz

Evolution, 1202 cm³, 45 kW (61 PS) bei ? U/min, bis zu 96 Nm bei ? U/min, 1 Keihin 40mm Vergaser; silbern beschichtet

Bilder/Sounds
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ährend der Twin Cam 88-Motor in vielen verschiedenen Modellen verbaut wird, ist der Evolution 883/1200 nur in einer einzigen Modellreihe eingesetzt: der Sportster. Dabei handelt es sich im Grunde genommen auch immer um dieselbe Maschine, wobei die Anbauteile variieren.

Bohrung x Hub sind beim 883 7,62 cm x 9.6825 cm und beim 1200 8.8849 cm x 9.6825 cm. Der Evolution ist zurzeit der einzige Harley-Motor, der ausschließlich mit Vergaser erhältlich ist.

Ohne Zweifel ist der Evolution 883/1200 ein unverfälschter Motor, der von seiner Kraftentfaltung kein Geheimnis macht. Wer vermutet, das Twin Cam-Aggregat sei, allein schon wegen des größeren Hubraums, im Serienzustand auch der Motor mit dem besten Sound, irrt gewaltig. Tatsächlich kann man den kleinen Sportstern bereits einen überraschend guten Klang entlocken, der die aktuellen Big Twins neidisch werden lässt. Sportster und damit Evolution fahren heißt, urwüchsiges zu schätzen. Der Motor kommt ohne Ausgleichwellen direktaufgehängt daher. Wer nur die aktuellen Twin Cam-Modelle kennt, wird den Unterschied bald merken: im Stand ein leichtes Schlagen, im mittleren Drehzahlbereich kaum spürbar, bei höheren Drehzahlen starke Dauervibrationen.

Dabei wird gerade beim 883 der hohe Drehzahlbereich oft bemüht werden müssen - zwar hat der Motor lediglich 15 PS weniger, als der stärkste Twin Cam, dafür fehlen ihm aber auch satt 40 Nm. Und obwohl rund 70 kg weniger als beispielsweiser bei einer Dyna Super Glide zu bewegen sind, wirkt der Zweizylinder angestrengt. Anders sieht es bei den 1200ern aus; aus dem Grund ist auch die Aufrüstung von 883 auf 1200 cm³ eine der häufigsten Umbaumaßnahmen bei den "kleinen" Sportsters.

Der Motor werkelt im Grunde schon seit 1986, anfangs mit 46, dann mit 49 und zwischenzeitlich mit 53 PS (1200: bis zu 61 PS). Zwar erfuhr er immer wieder Verbesserungen, aber manche Grundkonzepte kann (und will?) man einfach nicht durch wenige Handgriffe modernisieren. Bis 2002 gab es ihn lediglich als silber-polierte Variante. Seitdem aber die Sportster 883R auf den Plan trat, wird er auch in schwarz mit Aluelementen angeboten.

Erkennungsmerkmal ist vor allem der rechteckige Luftfilterkasten mit abgerundeten Ecken. Dabei gilt: steht keine Hubraumbezeichnung (oder "883") auf dem Deckel, ist es ein 883er. Steht "1200" darauf, handelt es sich um den größeren Bruder, den Evolution 1200. Er ist im Grunde baugleich mit dem 883, hat aber einen größeren Hubraum und leistet damit derzeit zwischen 58 und 61 PS.

Zum Modelljahr 2004 wurde der Evolution-Motor "from the scratch" überarbeitet. Das Ergebnis siehe hier.

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