chon erstaunlich, welche Wege
Harley-Davidson mittlerweile einschlägt! 2002 kam die V-Rod A mit dem aufsehenerregenden Revolution-Motor.
Ein Motorrad, das in jeder Hinsicht neue Maßstäbe setzte - in Fahrbarkeit, Design und Leistung. Vielleicht wurden damit erstmals
Leute auf Harley aufmerksam, die nicht nur einen Chopper suchen, sondern eine Fahrmaschine. Und vielleicht wurden über den
Performance Cruiser wiederum Leute wach, die den Revolution in einem "richtigen" Motorrad haben wollten.
Egal wie man es dreht und wendet, die Street Rod ist rundum gelungen. Leider war das Design auf Pressebildern bislang nicht
wirklich durchschaubar, doch steht man erstmal vor der Maschine, ist man vom Gesamtbild und den vielen schönen Details sehr
angetan. Ein bulliges Motorrad mit langem Radstand, vergleichsweise sportlicher Anmutung, alles zueinander passend und
tadellos verarbeitet. Die Sitzposition begeistert. Eng am Motorrad, Knie
am Tank anliegend und einwandfrei integriert. Man fühlt sich nicht auf der Maschine, sondern mit der Maschine vereint. So sportlich saß man bisher nur
auf Buells oder Motorrädern außerhalb der USA.
Die hohe Leistung des Motors ist bekannt, kommt aber erstmals in der VRSCR Street Rod richtig zur Geltung. Handlich und spurstabil,
trotz der Ausmaße ein echtes Kurvenmotorrad mit 40° Schräglagenfreiheit. Mit bissigen, gut dosierbaren Brembo-Bremsen kann der
Fahrer jederzeit den 120 PS Einhalt gebieten. Ein beeindruckendes Gefühl, wenn der Revolution nach einer tief genommenen Kurve
vibriert und hochdreht.
Fazit: Das erste Motorrad seit langem, für das ich meine V-Rod A eintauschen würde.