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Start - Leerlauf - alle Drehzahlbereiche
oll und ganz begeistert war ich von der griffigen Vorderradbremse mit sehr gutem Druckpunkt. Zwar bremst schon die V-Rod gut zu, kommt aber an diese Leistung absolut nicht heran. 100 kg mehr machen sich einfach bemerkbar! Ein ganz neues und richtig tolles Gefühl ist selbstredend auch die große Schräglagenfreiheit. Unangenehm fand ich anfangs den höheren Schwerpunkt, wodurch sich die Monster einfach schwerer in Kurven anfühlte, als die VR1. Bis zum Schluss meinte ich, ich könne die Harley wesentlich lockerer im Slalom umherschwingen. Das hat sich auch nach der Probefahrt auf derselben Strecke bestätigt. Wohl Gewohnheitssache. Trotzdem ist die S4R ein tolles Kurvenmotorrad, wenngleich auch sie lang gezogene Kurven bevorzugt.

Rein von der Optik her gibt es schönere Motorräder und v. a. schönere Monster-Modelle. Der breite S4R-Kühler geht weit über den Rahmen hinaus. Ebenso unpassend finde ich die beiden Endtöpfe; das ist bei der 1000s wesentlich eleganter gelöst. Optimal wäre natürlich auch die Farbe mattschwarz mit kupferfarbenem Rahmen, wie es das damals schon gab. So - und nur so - sieht die Monster toll aus. Auch insgesamt ist die Verarbeitung recht problematisch. Die Gummis bzw. schwarzen Ringe am Rahmen mögen sich absolut nicht einfügen.

Fazit: Es ist immer alles eine Frage der Erwartungshaltung. Wenn man sich auf ein Naked Bike setzt, erwartet man sicherlich sportliche Fahrwerte. Was man aber nicht erwartet, ist einen schlecht abgestimmten, quasi nicht touringfähigen Motor. Die Monster setzt schöne Akzente, lässt sich gut und zügig fahren, hat aber leider auch einige Nachteile die das Motorrad ein wenig "unrund" dastehen lassen.

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